Laufgruppe run for ME/CFS beim 33. Stuttgart-Lauf

  27.05.2026    Breitensport BW-läuft News
Unter dem Motto „runforME/CFS für Anerkennung, Forschung und Versorgung" liefen 125 Läufer und Läuferinnen beim Stuttgart Lauf am 16. Mai 2026 mit. Da die Erkrankten zum größten Teil nicht mehr an Veranstaltungen teilnehmen können, sind viele Angehörige und Freunde stellvertretend für die Betroffenen gelaufen. Ziel war es, Aufmerksamkeit auf die schwere Multisystemerkrankung zu lenken.

ME/CFS wird meist durch Viren wie Corona, Influenza, EBV aber auch durch andere Ursachen ausgelöst. Kernmerkmal ist die Gesundheitsverschlechterung nach Überanstrengung, kurz PEM genannt (Post-Exertionelle Malaise).

In Deutschland sind aktuellen Schätzungen zufolge ca. 650.000 Menschen an ME/CFS erkrankt. Damit ist ME/CFS relativ weit verbreitet. Obwohl ME/CFS lange bekannt ist und bereits 1969 von der WHO als neurologische Erkrankung eingestuft wurde, hat über Jahrzehnte kaum Forschung dazu stattgefunden.

Die Lebensqualität von ME/CFS-Erkrankten ist im Durchschnitt niedriger als die von anderen schweren Erkrankungen. Ein Viertel aller Patient*innen kann das Haus nicht mehr verlassen, viele sind bettlägerig und auf Pflege angewiesen. Schätzungsweise über 60 Prozent sind arbeitsunfähig.

Für ME/CFS gibt es bisher keine zugelassene kurative Behandlung oder Heilung. Die Therapie ist daher bislang primär auf die Linderung einzelner Symptome wie Schmerzen, Schlafstörungen, orthostatische Intoleranz usw. ausgerichtet. Daneben ist ein konsequentes Krankheitsmanagement in Form von Pacing unerlässlich.

Andreas Koch, WLV-Ausschussmitglied, war als Vertreter für seinen Sohn Maximilian mit dabei und war begeistert, durch den Lauf auf das Thema aufmerksam machen zu können.

Weitere Informationen gibt`s bei der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS: https://www.mecfs.de 

Koch / wlv