Goldene WLV-Ehrennadel für Rose Müller – Kreistag der Leichtathleten blickt auf aktives Jahr zurück

  03.04.2026
Beim Kreistag der Leichtathleten im Kreis Ludwigsburg standen neben Berichten aus dem Kreis vor allem Ehrungen und der Blick auf kommende Aufgaben im Mittelpunkt. Eine besondere Auszeichnung erhielt dabei die Kreisvorsitzende Rose Müller: Heiko Striegel ehrte sie als Vertreter des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes (WLV) mit der WLV-Ehrennadel in Gold.

In seiner Laudatio würdigte Striegel Müllers jahrzehntelanges Engagement für die Leichtathletik. Seit mehr als 50 Jahren ist sie im TSV Bönnigheim aktiv, engagiert sich in der LG Neckar-Enz und prägt seit vielen Jahren als Kreisvorsitzende die Arbeit der Leichtathletik im Kreis Ludwigsburg. Auch auf Verbandsebene bringt sie sich intensiv ein – unter anderem als Datenschutzbeauftragte des WLV sowie bei den halbjährlichen Mitgliederversammlungen, im Aufsichtsrat und als WLV-Vertreterin im Ehrenrat des Württembergischen Landessportbundes.

In ihrem Bericht blickte Müller auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Die Personalsituation im Kreis bleibt weitgehend stabil; neu hinzugekommen ist seit dem vergangenen Jahr Markus Mayer als Statistiker.

Sportlich war der Kreis mit zahlreichen Veranstaltungen aktiv. Insgesamt wurden 15 Kreismeisterschaften durchgeführt, darunter sechs im Kinderleichtathletik-Bereich sowie eine Regionalmeisterschaft. Zwölf verschiedene Vereine traten dabei als Ausrichter auf – ein Zeichen für die breite Aufstellung der Leichtathletik im Kreis. Hinzu kamen mehrere überregionale Veranstaltungen, darunter das Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Bietigheim, der Kreisvergleichskampf der U14 mit zehn Kreisen sowie der WLV-Team-Wettbewerb der Altersklassen U14 und U16 in Bietigheim.

Da die Leichtathletik-Region Stuttgart derzeit nicht aktiv ist, übernimmt der Kreis Ludwigsburg zusätzliche Aufgaben. So werden die 10.000-Meter-Meisterschaften künftig in Affalterbach gemeinsam mit den Kreismeisterschaften der Langstaffeln ausgetragen.

Müller hob auch herausragende sportliche Leistungen aus dem Kreis hervor. Kira Weis von der KSG Gerlingen belegte bei der U23-WM im norwegischen Bergen über 10.000 Meter den zweiten Platz und wurde bei der Cross-EM in Portugal 14. Elisa Lechleitner vom LAZ wurde Zweite über 400 Meter bei den Deutschen Meisterschaften und nahm an der Weltmeisterschaft in Tokio teil.

Ein wichtiges Thema bleibt die Gewinnung von Kampfrichtern. Während 24 Vereine im Kreis Kampfrichter stellen, verfügen zwölf Vereine derzeit über keine entsprechenden Kräfte. Müller rief die Vereine daher auf, sich stärker zu engagieren und Fortbildungsangebote zu nutzen – etwa den Kampfrichterlehrgang am 18. April 2026 in Sachsenheim.

Auch organisatorisch gibt es Veränderungen: Die Kreisterminvergabe für 2026 soll künftig online erfolgen. Vorbereitende Workshops dazu fanden bereits statt. Zudem appellierte Müller an die Vereine, bei der jährlichen Bestandserhebung alle Leichtathleten zu melden, da diese Zahlen eine wichtige Grundlage für die finanzielle Förderung bilden.

Für besonders gelungene Jugendarbeit wurden wieder die besten sechs Vereine ausgezeichnet. Den ersten Platz belegte dabei die LG Neckar-Enz, dicht gefolgt vom LAZ Ludwigsburg, der KSG Gerlingen, Salamander Kornwestheim, der LG Freiberg und dem SGV Murr. Zudem hatte sich die Mehrkampfbeauftragte Anja Tognotti für das Wohl der Vereine im Kreis eingesetzt, indem sie den Leichtathletikkreis als Bewerber für den „alwa- Glückszeit-Preis“ 2025 anmeldete. Als Preisträger dürfen sich nun sechs Vereine über jeweils einen Pavillon freuen, der an heißen Wettkampftagen Schatten spendet und an nassen Schutz vor Regen bietet.

Der Kreistag machte deutlich, dass die Leichtathletik im Kreis Ludwigsburg trotz wachsender organisatorischer Anforderungen breit aufgestellt ist – getragen von engagierten Vereinen, zahlreichen Veranstaltungen und Persönlichkeiten wie Rose Müller, deren Einsatz nun auch mit der höchsten Ehrung des WLV gewürdigt wurde.

F. Pschierer